Aktuell: Über 200 US-Unterschriften gegen die Atombomben in Büchel!

2017: Büchel ist überall - atomwaffenfrei jetzt! 20 Wochen Aktions-Präsenz in Büchel

Wir fordern

  1. den Stopp der nuklearen Aufrüstung in Deutschland,
  2. den Abzug der Atomwaffen aus Büchel und
  3. das Verbot von Atomwaffen.


Neuer Flyer 2017, zwei Versionen: print-version und web-version.

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Mach mit! Wir brauchen dich!

Motiviert durch die guten Erfahrungen der Aktionspräsenz 2016 mit 45 Gruppen verstärken wir bis zur Bundestagswahl (September 2017) den Druck. Wir werden 20 Wochen lang in Büchel in der Eifel protestieren, vom 26. März bis 9. August 2017. Die 20 Wochen stehen für die 20 Atombomben, die in Büchel stationiert sind. Die US-Regierung plant, diese Atombomben aufzurüsten. Die neuen Atombomben, Typ B61-12, sind zielgenauer, flexibler und dadurch „besser“ einsetzbar. Eine neue Spirale der atomaren Aufrüstung hat begonnen. Ein Atomkrieg hätte unvorstellbare Folgen für die Bevölkerung und alles Leben auf der Erde.

Aktionspräsenz 2017

  1. In den 20 Wochen werden viele Gruppen aus ganz Deutschland Aktionen durchführen. Jede Gruppe plant und handelt selbstverantwortlich.
  2. Eine kleine Gruppe hält sich dauerhaft in Büchel auf, empfängt und begleitet ankommende Gruppen und Einzelpersonen.
  3. Aktionsformen: Mahnwachen, Kleinkunst, Geburtstagsfeiern, Gottesdienste, Musikveranstaltungen, Sitzblockaden, Go-Ins und vieles mehr. Wichtig: Bitte plant für Eure Aktion mindestens zwei Tage ein!
  4. Öffentlichkeitsarbeit: Denkt bereits bei der Planung an die Pressearbeit und an die sozialen Medien! Berichtet auch zu Hause ausführlich über eure Aktion!
  5. Selbstverpflichtungserklärungen und Solidaritätserklärungen werden gesammelt und zeitnah auf die Website gestellt.
  6. An der Straße zum Haupttor gibt es die „Friedenswiese“. Dort stehen und hängen bereits viele Friedenssymbole.
  7. Geplant ist ein großes Friedenskonzert vor dem Haupttor.
  8. Bei Bedarf wird ein Aktionscamp angeboten.

 

Infrastruktur
In der Nähe des Atomwaffenstützpunktes Büchel gibt es verschiedene Unterkünfte, je nach individuellen Bedürfnissen. Die Liste der Unterkünfte kann bei uns angefordert werden. In den warmen Monaten ist es möglich, ein Zelt in der Nähe des Atomwaffenstützpunktes aufzustellen.


Aktionsrahmen
Wir wollen bei unseren Aktionen keine Gewalt gegen Personen anwenden und niemanden bedrohen. Auch und gerade dann nicht, wenn gegenüber uns Gewalt angewendet wird. Wir wollen niemanden festhalten, wegschieben oder gar verletzen. Wir wollen niemanden demütigen oder beleidigen. Wir wollen PolizistInnen, SoldatInnen und GegnerInnen unserer Aktionen als Menschen achten – auch dann, wenn ihr Handeln in ihrer gesellschaftlichen Rolle kritisch gesehen werden muss. Dies soll auch für den Fall gelten, dass es zu juristischen Verfahren kommt. Den vollständigen Text des Aktionsrahmens finden Sie auf unserer Website.


Atomwaffen-Stützpunkt Büchel

Der Militärflughafen (Fliegerhorst) Büchel liegt in der Eifel in Rheinland-Pfalz, wenige Kilometer von Cochem an der Mosel. Dort üben im Rahmen der „Nuklearen Teilhabe“ deutsche Soldaten mit Bundeswehr-Tornados, die Atombomben ins Zielgebiet zu transportieren und abzuwerfen. Die US-Regierung plant, die Atombomben ab 2020 durch neue, zielgenauere Atombomben zu ersetzen. Die Sprengkraft dieser Bomben ist vor dem Abwurf variabel einstellbar. Das ist Aufrüstung.

Rolle im Syrien-Krieg
Von Büchel aus wird derzeit Krieg geführt. Denn neben den 4 Tornados vom Fliegerhorst aus Jagel (Schleswig-Holstein) sind auch 2 Tornados aus Büchel auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik (Türkei) stationiert, um von dort Einsätze im Syrienkrieg zu fliegen.

Rechtslage
Deutschland hat sich im Atomwaffensperrvertrag von 1970 verpflichtet, Atomwaffen und auch die Verfügungsgewalt darüber von niemandem anzunehmen – weder unmittelbar noch mittelbar. Der Internationale Gerichtshof hat Atomwaffen am 8. Juli 1996 für völkerrechtswidrig erklärt. Alle Fraktionen des Bundestages gemeinsam haben am 26. März 2010 für die baldige Abrüstung der Atomwaffen gestimmt. Mit der „Nuklearen Teilhabe“ werden diese Verpflichtungen gebrochen. In der internationalen Politik, z.B. in UNO-Konferenzen, stimmt Deutschland immer wieder gegen ein Atomwaffenverbot, während eine Mehrheit der Staaten für ein Verbot stimmt.

Wir fordern von der Bundesregierung

  1. den Stopp der nuklearen Aufrüstung
  2. den Abzug der Atomwaffen aus Büchel
  3. das Verbot von Atomwaffen

 

 Selbstverpflichtungen

Ein wichtiges Instrument, um unsere Forderungen durchzusetzen, sind die Selbstverpflichtungserklärungen. 

„Solange, bis die Atomwaffen aus Büchel abgezogen werden, werde ich mindestens einmal im Jahr nach Büchel kommen und an einer Aktion teilnehmen, sowie mich zu Hause für eine atomwaffenfreie Welt einsetzen."

Wer mitmachen will, hat drei Aktionsformen zur Auswahl:

  1. Ich bin bereit in Büchel gewaltfreie Aktionen des zivilen Ungehorsam zu leisten,
  2. eine Aktion zivilen Ungehorsams zu unterstützen und/oder
  3. an Mahnwachen und Demonstrationen teilzunehmen.


Mach mit! Wir brauchen dich!

  1. Beteilige Dich an der Aktionspräsenz! Komm mit Deiner Gruppe, Deinem Freundeskreis, Deiner Familie oder allein nach Büchel!
  2. Unterschreibe die Selbstverpflichtungserklärung!
  3. Sprich mit den BundestagskandidatInnen deines Wahlkreises über das Thema Atomwaffen!
  4. Berichte an Deinem Wohn- und Arbeitsort von Büchel!
  5. Unterstütze den Protest regelmäßig durch eine Spende!

 

Spendenkonto: Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Bank für Sozialwirtschaft, IBAN DE 39 1002 0500 0002 2222 10, BIC BFSWDE33BER; Stichwort: „Büchel Friedenswiese“


Kontakt:
Die Kampagne „Büchel ist überall – atomwaffenfrei jetzt“ wird vom Trägerkreis „Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen“ getragen. Kontakt Telefon 0711-51885601, blach@dfg-vk.de.   Informationen zu den Selbstverpflichtungen: Pressehütte Mutlangen, Tel. 07171-75661, redaktion@pressehuette.de


Mitplanen, mitmachen! Einladung zur bundesweite Vorbereitungs-Konferenz am 4.2.2017 in Köln!

Aktionspräsenz 2017 - 20 Bomben – 20 Wochen

Zu einer bundesweiten Konferenz am 4. Februar 2017 in Köln sind alle eingeladen, die die Aktionen im kommenden Jahr mit planen und mit ihren eigenen kreativen Ideen anreichern wollen.

Motiviert von den tollen Umfragewerten in Deutschland vom März 2016 bezüglich unserer Forderungen (Stopp der nuklearen Aufrüstung in Deutschland, Abzug der Atomwaffen aus Büchel und Verbot der Atomwaffen) und den guten Erfahrungen der Aktionspräsenz in Büchel verstärkt die Kampagne „Büchel ist überall. Atomwaffenfrei.jetzt“ bis zur Bundestagswahl im September 2017 den Druck auf die zögerliche Politik in Berlin.

Im kommenden Jahr wird es Verhandlungen für einen Verbotsvertrag von Atomwaffen geben. Sie sind vom 27. bis 31. März sowie 15. Juni bis 7. Juli in New York geplant. Wer auch immer diese Daten festgelegt hat, sie spielen unserer Kampagne gleich doppelt in die Hände.

Aktionsbeginn in Büchel / Verhandlungsbeginn in New York

Am Vorabend des Verhandlungsbeginns an der UNO beginnt in Büchel die Aktionspräsenz 2017. Am 26. März erinnern wir an den 7. Jahrestags des Bundestagsbeschluss zum Abzug von Atomwaffen. Die 20-wöchige Aktionspräsenz geht an diesem Tag mit einem leicht veränderten Konzept in eine neue Runde. Zu diesem Tag werden auch etliche Bundes- und Landtagstagsabgeordnete, Mayors for Peace Stadt- und Gemeinderäte in Büchel erwartet.

Die detaillierten Planungen für Mahnwache am Fliegerhorst, Demonstration und Informationsveranstaltung laufen derzeit an. Wolfgang Schlupp-Hauck, Redakteur des FreiRaums und Im Blick ist federführend verantwortlich.

Die ohnehin schon tolle Betreuung und Begleitung der Gruppen insbesondere durch Marion Küpker während der Aktionspräsenz wird ausgeweitet und räumlich näher an den Fliegerhorst herangeführt werden. Schon jetzt haben sich Organisationen für mehrere Tage angekündigt. Eine Nachahmung sei herzlichst empfohlen.

Dezentraler Aktionstag in vielen Orten / Fortsetzung der Verhandlungen in New York

Zum Abschluss der New Yorker Verhandlungen werden wir den schon bestens eingeführten Flaggentag der Mayors for Peace am bzw. um den 8. Juli 2017 im Rahmen der Kampagne noch stärker unterstützen und als dezentralen Aktionstag öffentlich bekannter machen. Bereits jetzt haben über 200 BürgermeisterInnen für den Frieden eine Fahne für das Ziel einer atomwaffenfreien Welt.

Fastenkampagne

Am Ende der Aktionspräsenz steht wieder die sich steigernde Fastenkampagne vom 30. Juli bis 9. August.

Unterschriften an die neue Bundesregierung

Die Unterschriftenliste „Taten statt leerer Worte! Abzug statt Aufrüstung der Atomwaffen“, für die wir bereits offline und online Tausende Personen zur Unterstützung gefunden haben, wird vielen Zeitschriften (hoffentlich) nicht nur der Friedensbewegung beigelegt, um so für eine möglichst große Verbreitung zu sorgen. Zusätzlich wird sie bei Schwerpunktaktionen der Friedenbewegung wie bei den Ostermärschen aktiv beworben. Die Unterschriften werden bis kurz vor der Bundestagswahl gesammelt und anschließend im Rahmen der Koalitionsverhandlungen übergeben.