9.8.2017, 11.02 Uhr: Interreligiöse Andacht am Atomwaffen-Stützpunkt Büchel. Vor 72 Jahren fiel die Atombombe auf Nagasaki.


Frühschicht-Blockade (ca. 6-8 Uhr) am Nagasaki-Gedenktag 9.8.2017:


Rückblick: Hiroshima-Gedenktag 6.8.2017 am Atomwaffen-Stützpunkt:


Rückblick: 9.8.2016 -Nagasaki-Gedenktag

 



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LANDESSCHAU AKTUELL RHEINLAND-PFALZ
vom 9.8.2016


2016-08-09 Nagasaki-Gedenktag
2016-08-09 Nagasaki-Gedenktag
2016-08-09 Nagasaki-Gedenktag
2016-08-09 Nagasaki-Gedenktag


„Taten statt leere“ Worte: Aufrüstung der Atomwaffen verhindern!“
Am Dienstag, 9. August 2016, dem 71. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Nagasaki, beschließt die Kampagne „ Büchel ist überall - atomwaffenfrei jetzt!“ die 20-wöchige Aktions-Präsenz. Gleichzeitig endet damit die internationale Fastenaktion des internationalen Versöhnungsbunds und das internationale Jugendworkcamp der Pressehütte Mutlangen in Büchel.
Über 40 Gruppen und viele Einzelpersonen waren seit dem Ostermarsch Ende März in Büchel, um mit gewaltfreien Aktionen, insbesondere Mahnwachen und Blockaden für den Stopp der nuklearen Aufrüstung in Deutschland, den Abzug der Atomwaffen und das Verbot von Atomwaffen zu protestieren. Seit Ende Mai entwickelten die Proteste eine große Dynamik. Die zunehmend häufiger durchgeführten Blockaden werden sogar nicht mehr von der Polizei geräumt. Zuletzt beteiligten sich neben vielen lokalen Friedensinitiativen u.a. ÄrztInnen, RichterInnen und Mitglieder der ev. Landeskirchen in Baden an den Aktionen.
Alle Gruppen hinterließen für sie wichtige friedenspolitische Symbole, Banner usw. auf der benachbarten Friedenswiese, einem Symbol gegen Krieg und Militarisierung.

Begleitend dazu hissten am 8. Juli über 180 Bürgermeister für den Frieden die „Mayors for Peace“-Fahnen für eine atomwaffenfreie Welt an Ihren Rathäusern.

Das sind gute Voraussetzungen um das Thema „Atomwaffen“ in den Bundestagswahl im nächsten Jahr verstärkt einzubringen. So startet am 6. August auch offiziell die Unterschriftenaktion „Taten statt leerer Worte: Abzug statt Aufrüstung der Atomwaffen“, mit der ein Jahr lang etliche Tausend UnterstützerInnen gesammelt werden sollen.
Wir laden herzlich dazu ein, den Atomwaffenstützpunkt zum Abschluss der Aktionspräsenz noch einmal gemeinsam zu stören. Ihr seid alle willkommen – egal ob Ihr seit März für Stunden oder Tage dagewesen seid oder erstmalig dazukommt.
Treffpunkt: 9. August 2016, 11 Uhr (zum Ende des Fastenbrechens) am Haupttor des Atomwaffenlagers.


Bei mehr als 70 Aktionen wird an die Atombombenabwürfeauf Hiroshima und Nagasaki vor 71 Jahren gedacht

Mit mehr als 70 Veranstaltungen, Kundgebungen und Mahnwachen wird bis zum 9. August an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und  Nagasaki erinnert sowie die Abschaffung der Atomwaffen weltweit gefordert. „Wie schon in den vergangenen Jahren organisieren auch dieses Jahr wieder bundesweit viele Gruppen Aktionen und Gedenkveranstaltungen. Dies zeigt einmal mehr, dass die Abschaffung der Atomwaffen und der Abzug der Atomwaffen aus Deutschland ein wichtiges Thema für viele Menschen sind“, sagt Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative.
2009 entwarf US-Präsident Obama in Prag seine Vision einer atomwaffenfreien Welt und erhielt u.a. dafür den Friedensnobelpreis. Doch statt realen Schritten in diese Richtung startete seine Regierung eine umfassende nukleare Aufrüstung.
Auch die auf dem Bundeswehrfliegerhorst Büchel (Eifel) lagernden ca. 20 US-Atomwaffen sollen in den kommenden Jahren aufgerüstet werden. Mehr als sechs Jahre nach Obamas Rede bedrohen weltweit noch immer mehr als 15.000 Atomwaffen die Menschheit, von denen über 1.500 in ständiger Einsatzbereitschaft stehen.

„Die Bundesregierung muss sich endlich aktiv für eine Welt ohne Atomwaffen einsetzen. Es müssen endlich Taten folgen. Ein erster wichtiger Schritt ist der Abzug der Atomwaffen aus Deutschland“, fordert Philipp Ingenleuf vom Netzwerk Friedenskooperative. „Die weltweite Aufrüstung der Atomwaffen ist ein gefährlicher Irrweg. Wir müssen endlich handeln, sonst ist es eines Tages zu spät.“
Das Netzwerk Friedenskooperative ruft auf sich an Aktionen für eine atomwaffenfreie Welt zu beteiligen. Neben den zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen ist für den 9. August eine Aktion zum Abschluss der zwanzigwöchigen Aktionspräsenz in Büchel geplant. Ebenfalls startet die Kampagne „Büchel ist überall - atomwaffenfrei.jetzt“ eine Unterschriftenaktion mit der Forderung nach Abzug der Atomwaffen.

Das Netzwerk Friedenskooperative appelliert an die Bundesregierung sich aktiver für eine atomwaffenfreie Zukunft einzusetzen. Angesichts der Spannungen zwischen NATO und Russland, der nuklearen Aufrüstung und der Gefahr einer weiteren Proliferation, ist das Risiko eines möglichen Einsatzes oder eines Unfalls mit Atomwaffen wieder gestiegen.
Gemeinsam mit den Anti-AKW-Initiativen fordert das Netzwerk Friedenskooperative weiterhin den zügigen und endgültigen Ausstieg aus der sogenannten friedlichen Nutzung der Atomkraft. Denn alle Staaten, die Atomkraftwerke betreiben, können theoretisch auch die Atomenergie weiterentwickeln, um Bomben zu bauen.
Einen Überblick über die geplanten Aktionen, Termine sowie Redetexte stellen wir zur Verfügung unter: www.hiroshima-nagasaki.info
Hier der Link zur Veranstaltungsübersicht
Gerne helfen wir Journalisten bei der Kontaktaufnahme zu den VeranstalterInnen lokaler Aktionen und bei der Vermittlung von Interviews oder Hintergrundgesprächen. Bei weiteren Rückfragen: Kristian Golla, 0228/ 692904; Mobil: 0171/ 755 78 26, Netzwerk Friedenskooperative, Philipp Ingenleuf, Römerstraße 88, 53111 Bonn, Telefon: 0228/ 692904, Fax: 0228/ 692906, friekoop@friedenskooperative.de, Spendenkonto: Förderverein Frieden e.V., Gemeinschaftsbank GLS, IBAN: DE89 4306 0967 4041 8604 00 / BIC: GENODEM1GLS