Das "Forum Friedensethik Baden" und das "Freiburger Friedensforum" blockierten am 17.06.2017 den Atomwaffen-Stützpunkt.

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Rückblick 2016: "Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens"  zum Lagerort amerikanischer Kernwaffen auf dem Fliegerhorst Büchel am 15. Juli 2016

In ökumenischer Partnerschaft mit dem Weltkirchenrat unterstützt die Evangelische Landeskirche in Baden die weltweite ökumenische Bewegung gegen Atomwaffen im Rahmen der sog. Humanitären Initiative. Die katastrophalen humanitären Folgen von Atomwaffen-Explosionen sind unkalkulierbar und können das Leben auf der Welt äußerst schwer beschädigen.
Insgesamt 139 Staaten der Welt (83%) haben am 7. Dezember 2015 auf der UN-Vollversammlung der Resolution 70/48 auf der Grundlage des sog. Humanitarian Pledge zugestimmt und damit deutlich gemacht, dass sie für multilaterale Gespräche sind, die dazu führen sollen, den Weg für Verhandlungen zum Verbot von Atomwaffen zu ebnen. Details werden gegenwärtig in Genf im Rahmen der "UN-Open-Ended Working Group on Nuclear Disarmament" verhandelt mit dem Ziel, bis zur UN-Vollversammlung im Herbst 2016 den Entwurf eines entsprechenden Vertragswerkes vorzulegen. Die endgültigen Verhandlungen über den Atomwaffenverbotsvertrag sollen dann ab 2017 im guten Glauben (in einem good-faith-Verhandlungsansatz) fortgeführt und zum Abschluss gebracht werden.
In Deutschland lagern - trotz eines Bundestagsbeschlusses von 2010 - auf dem Fliegerhorst der Luftwaffe in Büchel/Eifel noch immer amerikanische Atombomben, jede mit einer höheren Zerstörungskraft als die Hiroshima-Bombe. Diese Waffen sollen durch zielgenauere und in ihrer Sprengkraft variierbare Atomsprengköpfe ersetzt werden.
Das Forum Friedensethik (FFE) in der Evangelischen Landeskirche in Baden bietet die Mitfahrt zu einem ökumenischen Pilgerweg nach Büchel an. Es ist beabsichtigt, neben einer Demonstration vor dem Haupteingang des Fliegerhorstes auch ein Podiumsgespräch mit Bundestags- und Landtagsabgeordneten aus der Region sowie mit dem Kommandeur des Fliegerhorstes durchzuführen.
Abfahrt 8.00 Uhr, Busbahnhof  Karlsruhe – südliche Seite des Hauptbahnhofs. Rückkunft voraussichtlich gegen 20 Uhr.
Kosten für die Fahrt ab Karlsruhe und zurück betragen ca. 20 €.
Verpflegung bitte selbst mitbringen.
Anmeldungen bitte baldmöglichst , spätestens bis zum 30.06.16 wegen der Busbestellung an Herrn Dr. Dirk Harmsen, Bertha-von-Suttner-Str. 3a, 76139 Karlsruhe, E-Mail: dmharm@web.de, Tel. 0721-68 52 89

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Einladung an Oberst Holger Radmann, Commodore des Fliegerhorst, zu einem Gespräch zur Abschaffung von Kernwaffen, 15. Juli 2016, 16.00 Uhr, Evang. Kirchengemeinde 56751 Polch
brf oberst holger radmann büchel 13-05-
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  • 1969  unterzeichnet die BRD den Atomwaffensperrvertrag. Damit sind die in Büchel bereitgehaltenen Massenvernichtungswaffen nach internationalem Recht illegal!
  • 2010  beschließt der Deutsche Bundestag parteiübergreifend den vollständigen Abzug aller US-Atomwaffen aus Deutschland!
  • 2015 – 70 Jahre nach dem Abwurf von Atombomben auf Hiroshima/ Nagasaki – fordert die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) eine vollständige nukleare Abrüstung  [epd 03.08.2015]: „ KEINE  ATOMWAFFEN  SIND DAS ZIEL “
  • 2015   Bundesregierung missachtet Wählerwillen und Parlament: [DER SPIEGEL 50/2015 vom 05.12.2015]
  • „Die Sicherheitsanlagen rund um den Atomwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Büchel werden weiter ausgebaut. Dafür stellt die Nato für das kommende Jahr 13,4 Millionen zur Verfügung. ... “
  • Jede einzelne der 20 Atombomben in Büchel  ist 20-mal so stark wie die Hiroshima-Bombe. Modernisieren? Mit 10 Milliarden Euro?  Gegen wen?

Herbert Römpp, Hilpoltstein, Mitglied im Initiativkreis Frieden und Forum Friedensethik der Evangelischen Landeskirche in Baden