Deutschland wählt atomwaffenfrei

Bitte machen Sie mit und setzen sich für ein Verbot von Atomwaffen ein!


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

die aktuellen Ankündigungen von Donald Trump, die US-amerikanischen Atomwaffenarsenale aufzurüsten, machen noch einmal deutlich, wie wichtig und dringend die Verbotsverhandlungen über ein Atomwaffenverbot sind.


Ab dem 27. März 2017 verhandeln in New York ca. 130 Staaten über einen Atomwaffenverbotsvertrag. Die Initiative dazu ging von der IPPNW-Kampagne ICAN aus, die den Fokus wieder auf die humanitären Folgen von Atomwaffen gelenkt hat.


Die deutsche Regierung nimmt entgegen ihrer vielfachen Bekenntnisse für eine atomwaffenfreie Welt nicht an den Verhandlungen teil und untergräbt damit ihre abrüstungspolitische Glaubwürdigkeit. Die Nicht-Teilnahme ist eine der letzten Entscheidungen von Ex-Außenminister Steinmeier.

 

Verhandlungen bis zur Bundestagswahl, d.h. vom 25.03.-24.09.2017 die Kampagne: „Deutschland wählt atomwaffenfrei“ durchführen und bitten Sie und Euch herzlich um Mithilfe:

 

• Letzte Woche [also Anfang März 2017] schickten wir gemeinsam mit anderen friedens- und entwicklungspolitischen Organisationen einen Brief an Außenminister Gabriel, um ihn zu bitten, doch an den Verhandlungen teilzunehmen.

 

• Als Auftakt werden wir am 23. März 2017 in Berlin im Außenministerium in einer öffentlichen Aktion die Unterschriften des Gesundheitsappells für ein Atomwaffenverbot übergeben und im Anschluss eine Mahnwache halten.

 

• Bis jetzt haben über 2.300 im Gesundheitswesen Beschäftigte unterzeichnet: www.gesundheitsappell-atomwaffenverbot.de

 

Wir brauchen aber viel mehr. Deswegen bitte unterschreiben und bewerben!

 

• Bitte unterzeichnen Sie auch den Brief an Außenminister Sigmar Gabriel über den deutschen UN-Botschafter in Genf. Ganz einfach per Online-Formular auf www.nuclearban.de

 

• Darüber hinaus gibt es den Aufruf der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffen.jetzt“, hier online zu unterzeichnen: www.friedenskooperative.de/aktion/petition/abzug-statt-aufruestung-der-atomwaffen

 

• In der Woche vom 25. März bis 1. April 2017 bitten wir die Regio- und Studigruppen evtl. im Bündnis mit lokalen Friedensgruppen oder Einzelpersonen, Infostände und Aufklärungsaktionen durchzuführen. Wir haben dafür Informations- und Kampagnenmaterial vorbereitet:

 

  • Aktionsideen
  • Hintergrundpapier
  • FAQs
  • Materialien
  • Gruppen können in der IPPNW-Geschäftsstelle eine Musterpressemitteilung sowie eine Musterrede abrufen.
  • Auch nach der Auftaktwoche sollen während der gesamten Kampagnendauer dezentrale Aktionen durchgeführt werden. Fotos und Berichte werden wir online veröffentlichen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Pressearbeit. (Kontaktieren Sie bitte Angelika Wilmen).

 

• Geplant sind weitere Mahnwachen vor dem Außenministerium, um Druck aufzubauen, damit Deutschland sich doch an den Verhandlungen beteiligt.

 

• Ein Highlight wird unsere große öffentliche Aktion „Deutschland wählt atomwaffenfrei“ am 30. April 2017 um 11 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin im Rahmen unseres Jahrestreffens sein, bei der wir mit allen TeilnehmerInnen über die Auswirkungen eines Atomwaffenangriffs auf Berlin und die Atomwaffenverbotsverhandlungen aufklären werden.

 

• Vom 13.-15. Mai 2017 wird zum dritten Mal in Berlin die Nukipedia Spring Academy durchgeführt, ein Seminar zu Atomwaffen für jüngere Menschen mit anschließenden Lobbygesprächen.

 

• Am Sonntag, 11. Juni 2017, veranstalten wir ein Symposium mit Gästen der internationalen IPPNW und aus Politik und Medien vor dem Atomwaffenstützpunkt Büchel in der Eifel. Die anschließende Protestwoche dauert bis zum 17. Juni 2017. Gruppen und Einzelpersonen sind eingeladen sich zu beteiligen (Informationen bei Ernst-Ludwig Iskenius)

 

• Vor Beginn der letzten Verhandlungsrunde zum Atomwaffenverbot am 15. Juni 2017 schalten wir eine Zeitungsanzeige, in der wir die Bundesregierung auffordern, sich konstruktiv an den Verhandlungen zu beteiligen in einer überregionalen Zeitung. Zeitgleich veröffentlichen IPPNW-Sektionen anderer Länder Anzeigen mit demselben Text.

 

• Am 8. Juli 2017 – ein Tag nach Ende der 2. Verhandlungsrunde – werden bundesweit die Flaggen der Bürgermeister für den Frieden gehisst. Das bietet die Möglichkeit vor Ort durch eine begleitende Straßenaktion oder Veranstaltung auf das Atomwaffenverbot hinzuweisen.

 

• Die Hiroshima- und Nagasaki-Gedenktage, am 6. und 9. August 2017 kurz vor der Wahl, werden wir nutzen, um weiter Druck aufzubauen.

 

Wir arbeiten eng mit ICAN Deutschland zusammen. Letzte Woche gab es z.B. ein Vernetzungstreffen, in dem sich weitere entwicklungspolitische Organisationen der Kampagne angeschlossen haben (Brot für die Welt, Miseror u.a.), da zunehmend deutlich wird, dass die überwältigende Mehrheit der atomwaffenfreien südlichen Staaten nicht länger hinnehmen will, von den Atomwaffen des Nordens bedroht zu werden.


Wir freuen uns sehr über Ihre Mitarbeit, Anregungen und Ideen!

 

Herzliche Grüße
Xanthe Hall, Alex Rosen und Inga Blum

Die IPPNW ist eine berufsbezogene, friedenspolitische Organisation, die 1981 von einer Gruppe von Ärzten aus den USA und Russland gegründet wurde. Ihre Überzeugung: Als Arzt hat man eine besondere Verpflichtung zu sozialer Verantwortung. Daraus entstand eine weltweite Bewegung, die 1984 den UNESCO-Friedenspreis und 1985 den Friedensnobelpreis erhielt. Heute setzen sich Mediziner und Medizinerinnen der IPPNW in über 60 Ländern auf allen fünf Kontinenten für eine friedliche, atomtechnologiefreie und menschenwürdige Welt ein. IPPNW - Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges/ Ärzte in sozialer Verantwortung, deutsche Sektion, Körtestr. 10 | 10967 Berlin, Tel.: 030 / 698 07 40, Fax: 030 / 693 81 66, E-Mail: ippnw@ippnw.de, www.ippnw.de