Deutsches Pfarrerblatt 5/2017 (Mai), Seiten 260 - 264, Aufsatz von Prof. Dr. Rolf Wischnath: "Der Mann, der 1983 die Welt rettete" - hier geht es zum Text.


13.06.2016 | Unsere große Anzeige in der Frankfurter Rundschau, in der FrankfurterNeue Presse und in der Rhein-Main-Zeitung (FAZ-Beilage) | Namentlich unterzeichnet von 748 Personen, darunter auch viele Ärzte.

 

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Kirchentag beschließt Resolution gegen Atomwaffen
Karlsruhe/Berlin (epd, 31.05.2017). Eine Resolution zur Ächtung von Atomwaffen ist am Freitag auf dem 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin verabschiedet worden. In dem Dokument werde Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) aufgefordert, sich an den UN-Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot zu beteiligen, teilte die badische Landeskirche mit. Bislang habe der Minister diese boykottiert. Die Resolution appelliere zudem an die Bundesregierung, die "nukleare Teilhabe" aufzugeben. Das bedeute, dass in Deutschland die Lagerung von Atomwaffen, wie zum Beispiel im US-Atomwaffenlager in Büchel (Rheinland-Pfalz), verboten werden soll. Seit Ende März 2017 verhandeln 132 von 193 Staaten der Vereinten Nationen über ein völkerrechtlich verbindliches Atomwaffenverbot. Deutschland hat an diesen Verhandlungen bislang nicht teilgenommen. Ähnliche internationale Verbote gibt es bereits für chemische und biologische Massenvernichtungswaffen. Die Resolution wurde eingebracht vom Forum Friedensethik und der Arbeitsstelle Frieden der evangelischen Landeskirche in Baden. Zu den Initiatoren gehörten unter anderem die Oberkirchenrätin Karen Hinrichs, Oberkirchenrat Matthias Kreplin und Oberkirchenrat Christoph Schneider-Harpprecht. Quelle: epd-Südwest

Das Erste | Panorama | 02.02.2017 | 21:45 Uhr | von Robert Bongen & Johannes Jolmes | Donald Trump und US-Atombomben in Deutschland


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Bericht in der Zeitschrift CONTRASTE Sept 2016, Auflage ca. 15.000
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10.08.2016 Rhein-Zeitung Cochem, Autor: Dieter Junker
Längster Protest ist zu Ende gegangen
Büchel. Es war die bisher längste Protestaktion der Friedensbewegung in Büchel. 20 Wochen lang, seit dem 26. März, gab es rund um den Bundeswehr-Fliegerhorst immer wieder Mahnwachen, Blockaden, Gottesdienste, den Ostermarsch und eine Fastenaktion. Alles mit dem Ziel, einen Abzug der Atombomben aus Deutschland und ein weltweites Verbot dieser Massenvernichtungswaffen zu erreichen. Am Nagasaki-Gedenktag endete die Aktion mit einer Mahnwache, einer Andacht und einer nochmaligen Blockade des Haupttores...


12. August 2016, SPIEGEL online

Luftwaffenstützpunkt Büchel: Neue Atombomben der USA in Deutschland
Barack Obama hatte vor Jahren die atomare Abrüstung zum Regierungsziel erklärt. Doch nun billigte er die Modernisierung des US-Atomarsenals. Die neuen Waffen sollen nach SPIEGEL-Informationen auch in Deutschland stationiert werden.
Die in Deutschland stationierten Atombomben der USA sollen nach Informationen des SPIEGEL modernisiert werden. US-Präsident Barack Obama hat kurz vor Ende seiner Amtszeit die letzte Entwicklungsphase für eine neue Version nuklearer Bomben gebilligt.
Die Waffe vom Typ B61-12 soll ab dem Jahre 2020 in die Serienfertigung gehen und danach auch auf dem Luftwaffenstützpunkt Büchel in der Eifel stationiert werden. Die Bomben werden im Kriegsfall von Kampfflugzeugen abgeworfen. Dafür sind auch die "Tornado"-Jets des Luftwaffen-Geschwaders vorgesehen, das in Büchel beheimatet ist.
Die Luftwaffe bereitet sich nach SPIEGEL-Informationen bereits auf die Modernisierung der amerikanischen Sprengköpfe vor. Intern gibt es erste Pläne für eine technische Anpassung der deutschen Tornado-Jets, die in Büchel für mögliche Einsätze der US-Waffen bereitstehen. Die Pläne liegen im Verteidigungsministerium als streng geheime Verschlusssache, da das Atomarsenal und die deutsche Kooperation mit den Amerikanern wie ein Staatsgeheimnis eingestuft sind. Die Amerikaner unterhalten in Büchel seit Jahren ein streng abgeschirmtes Areal, dort sind die Atomwaffen gelagert. Zum Schutz sind dort auch US-Soldaten stationiert.
Die US-amerikanischen Streitkräfte wollen zudem ihre strategischen Atomwaffen modernisieren. Sie haben die Industrie aufgefordert, bis 2017 Vorschläge für eine neue Generation atomarer Langstreckenraketen und einen neuen Marschflugkörper großer Reichweite vorzulegen.
Vor allem Polen und Balten drängen in der Nato seit Jahren darauf, die nukleare Abschreckung im Bündnis wieder zu stärken. Beim Warschauer Nato-Gipfel im Juli erzielten sie einen Teilerfolg. Die Allianz warf Moskau eine "unverantwortliche aggressive Nuklearrhetorik" vor und betonte, dass sie ihre Strategie "im Lichte der Entwicklungen des sicherheitspolitischen Umfelds" weiter anpassen werde.
Obama hatte zu Beginn seiner ersten Amtszeit 2009 die atomare Abrüstung zum Regierungsziel erklärt.


8. Juli 2016 DIE ZEIT - online Nr. 29/2016 - von Matthias Naß

Nato: Legt euch nicht mit uns an!

...sehr prominent, in den Wochen vor Warschau immer weiter nach oben rückend, taucht ein Thema auf, das 20 Jahre lang bei den Gipfeltreffen der Nato kaum noch eine Rolle spielte: die nukleare Dimension der Abschreckung. "Wir sind wieder mit den alten Fragen konfrontiert", ist im Brüsseler Hauptquartier der Allianz zu hören. Die nukleare Abschreckung – obwohl als strategisches Konzept nie aufgegeben – sei aus den Köpfen verschwunden gewesen, aus den Plänen, aus den Übungen. Jetzt sei sie wieder da ... Pünktlich zum Warschauer Gipfel veröffentlichte das Bündnis in seinem Online Magazin Nato Review einen Artikel des französischen Strategieforschers Camille Grand, der sich darüber beklagt, die Nukleardebatte in der Allianz habe sich auf das Thema Abrüstung verengt und den "Kernzweck der nuklearen Fähigkeiten der Allianz" dabei aus den Augen verloren. Grands Resümee: "Das 21. Jahrhundert könnte nuklearer werden als erwartet."... Auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel lagern rund 20 Nuklearsprengköpfe. In etwa vier Jahren könnten sie durch die zielgenaueren B61-12-Bomben ausgetauscht werden. Dafür müssten die Tornados der Luftwaffe umgerüstet und ihre Piloten geschult werden. Muss für den Tornado ein Nachfolgemodell angeschafft werden, etwa die hochmoderne F-35?


14.06.2016 Evangelischer Pressedienst, epd
EKD-Friedensbeauftragter begrüßt Demos für atomare Abrüstung
Bonn/Büchel (epd). Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, begrüßt Proteste der Friedensbewegung für atomare Abrüstung in Deutschland. „Es ist ein wichtiges Signal, wenn Menschen immer wieder darauf aufmerksam machen, dass es nach wie vor Atomwaffen in Deutschland gibt und dass diese schrecklichen Waffen nicht abgezogen, sondern nun sogar modernisiert werden sollen“, erklärte Brahms am Dienstag in Bonn zu den wiederholten Protesten am vermutlich letzten deutschen Atomwaffenstandort in Büchel in der Eifel. Vor 20 Jahren, am 14. Juni 1996, gab es die ersten Anti-Atomwaffen-Aktionen an dem Luftwaffenstandort der Bundeswehr, wo die letzten auf deutschem Boden stationierten US-Atomwaffen vermutet werden... Christen müssten deutlich Flagge bekennen und klar machen, dass Atomwaffen abgeschafft gehören. Er wisse sich darin einig mit der römisch-katholischen Kirche, erklärte Brahms.


01.04.2016 SPIEGEL-online

Nukleargipfel: Die gescheiterte Vision von einer atomwaffenfreien Welt
... den größten Fehler hat Obama selbst begangen: die Modernisierung der amerikanischen Atomwaffen. Diese Modernisierung war der politische Preis dafür, dass der von den Republikanern dominierte Kongress dem New-Start-Vertrag mit den Russen zustimmte. Doch was als Programm zur Renovierung von teils jahrzehntealten Waffen begann, ist zu einem monströsen Vorhaben mutiert. In den kommenden 30 Jahren wird voraussichtlich eine Billion Dollar in neue Sprengköpfe, Raketen, Flugzeuge und U-Boote investiert. Es ist ein Umbau des gesamten US-Arsenals. Die Russen reagieren auf ihre Weise und haben ebenfalls mit einer breit angelegten Modernisierung ihrer Atomstreitkräfte begonnen ... Und wozu das alles? Atomwaffen sind in den meisten aktuellen Konflikten nutzlos... <weiterlesen>


31. März 2016, ZEIT ONLINE
Nukleargipfel: Linke und Grüne fordern Abzug von US-Kernwaffen
Politiker der Opposition wollen, dass alle Atombomben aus Deutschland abgezogen werden. Die Bundesregierung verhandelt in Washington über die nukleare Sicherheit.
Linke und Grüne haben die Bundesregierung aufgefordert, sich auf dem Nukleargipfel in Washington für einen Abzug von Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen. "Wir brauchen atomwaffenfreie Zonen. Deutschland sollte eine dieser Zonen sein, denn die Menschen wollen keine Atombomben vor ihrer Haustür", sagte der Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag, Anton Hofreiter. "Deswegen muss die Bundesregierung mit den USA über den Abzug nuklearer Sprengköpfe verhandeln."
Der Bundestagsfraktionen von Union, SPD, FDP und Grünen hatten in einem Antrag im März 2010 entschieden, dass sich die Bundesregierung dafür einsetzen solle, dass "die in Deutschland verbliebenen Atomwaffen abgezogen werden". Dass dies bisher nicht geschehen sei, nannte die Fraktionschefin der Linken, Sahra Wagenknecht, ein Armutszeugnis. "Es steht im Widerspruch zu einer souveränen Regierung, dass sich die große Koalition nicht traut, in dieser existenziellen Frage einen Beschluss des Deutschen Bundestages gegenüber der US-Administration zu vertreten", sagte sie.
Im vergangenen September hatte die ZDF-Sendung Frontal 21 berichtet, dass die USA auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel bis zu 20 neue Atombomben stationieren wollen. Diese sollten Atomwaffen ersetzen, die dort seit dem Kalten Krieg lagerten. Die Vorbereitungen dafür hätten bereits begonnen. Sollte es zu einem Krieg kommen, könnten deutsche Tornado-Kampfflugzeuge Angriffe mit den Atomwaffen fliegen, hieß es in dem Bericht.
Die Bundesregierung hatte zuvor im April 2015 auf eine Anfrage der Grünen geantwortet, dass die USA planten, ihre Atombomben, die auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel lagern, einem Lebensverlängerungsprogramm zu unterziehen. Der Spiegel berichtete, dass erste Bomben ab 2020 in Europa ausgetauscht werden sollen und schätzungsweise etwa zehn Milliarden Dollar kosten würden. 154 Millionen Dollar seien dafür vorgesehen, um unter anderen den Fliegerhorst Büchel besser zu sichern. Deutschland trage ein Fünftel der Kosten.
Am heutigen Donnerstag beraten in Washington mehr als 50 Staats- und Regierungschefs über nukleare Sicherheit. Eingeladen wurden sie von US-Präsident Barack Obama. Der hatte Atomwaffen 2009 in seiner Prager Rede als gefährlichstes Erbe des Kalten Krieges genannt. "Daher bekunde ich heute klar und mit Überzeugung, dass die Vereinigten Staaten entschlossen sind, sich für den Frieden und die Sicherheit einer Welt ohne Atomwaffen einzusetzen", sagte er damals. 


Neues Deutschland, 01.06.2016
Halbzeit auf Friedenswiese - Schon zehn Wochen Proteste vor Atomwaffenstützpunkt Büchel. Die lange Mahnwache vor dem Luftwaffenfliegerhorst Büchel hat nun 10 von 20 geplanten Präsenswochen - und damit die Hälfte dieser von rund 30 antimilitaristischen Gruppen choreografierten Aktion - geschafft. Seit 26. März hatten Gruppen und Einzelpersonen eine Dauerkundgebung abgehalten, bis 9. August soll die Mahnwache noch dauern: Eine Protestwoche für jede in der Eifel lagernde US-Atombombe.


2016-03-31 DIE ZEIT - online

Nukleargipfel: Linke und Grüne fordern Abzug von US-Kernwaffen

... Der Bundestagsfraktionen von Union, SPD, FDP und Grünen hatten in einem Antrag im März 2010 entschieden, dass sich die Bundesregierung dafür einsetzen solle, dass "die in Deutschland verbliebenen Atomwaffen abgezogen werden" ...  Die Bundesregierung hatte zuvor im April 2015 auf eine Anfrage der Grünen geantwortet, dass die USA planten, ihre Atombomben, die auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel lagern, einem Lebensverlängerungsprogramm zu unterziehen. Der Spiegel berichtete, dass erste Bomben ab 2020 in Europa ausgetauscht werden sollen und schätzungsweise etwa zehn Milliarden Dollar kosten würden. 154 Millionen Dollar seien dafür vorgesehen, um unter anderen den Fliegerhorst Büchel besser zu sichern. Deutschland trage ein Fünftel der Kosten. <weiterlesen>


2016-03-28 dpa-Meldung
Gegen Krieg und Gewalt: Osterdemonstranten vor Fliegerhorst Büchel
Büchel (dpa/lrs) - Bei strömendem Regen haben Ostermarschierer vor dem Luftwaffenstützpunkt Büchel in der Nähe von Cochem gegen Aufrüstung und Krieg demonstriert. Die Menschen trugen Spruchbänder mit Aufschriften wie „Atomwaffenfrei - Jetzt!“ und „Nie wieder Krieg“... <weiterlesen>


2016-03-26 epd-Meldung

Friedensbewegung startet Aktion „Büchel ist überall“
Büchel (epd/Auszug). Friedensaktivisten haben ... in Büchel in der Eifel vor dem Haupttor des Fliegerhorstes Büchel die neue bundesweite Kampagne „Büchel ist überall - Atomwaffenfrei jetzt“ gestartet...  Am 26. März vor sechs Jahren hatte der Deutsche Bundestag mit großer Mehrheit die Bundesregierung aufgefordert, sich für den Abzug der US-amerikanischen Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen. „Passiert ist seitdem nichts, darum sind wir hier“, so Marion Küpker von der Kampagne zum Auftakt...


2016-03-23 epd-Meldung
Umfrage: Große Mehrheit der Deutschen für Atomwaffen-Verbot
Berlin (epd). Die überwiegende Mehrheit der Bundesbürger ist einer Studie zufolge für ein völkerrechtliches Verbot von Atomwaffen. Dies geht aus einer am Mittwoch in Berlin vorgestellten Forsa-Umfrage hervor, die von der atomkritischen Organisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) in Auftrag gegeben wurde. Danach sprechen sich rund 93 Prozent für ein Atomwaffenverbot aus. 85 Prozent befürworteten einen Abzug der auf deutschem Boden gelagerten Atomwaffen der USA...
Laut IPPNW existieren weltweit über 15.000 Atomwaffen, mehr als 90 Prozent davon gehören den USA und Russland. Vieler dieser Waffen verfügten über eine vielfach höhere Sprengkraft als die der Hiroshima-Bombe. Rund 1.800 nukleare Sprengkörper befänden sich in „höchster Alarmstufe“ und seien binnen weniger Minuten abfeuerbereit. „Nach dem Einsatz einer Atomwaffe wäre effektive humanitäre Hilfe unmöglich“, mahnte Inga Blum, Vorstandsmitglied der deutschen IPPNW-Sektion. Dann stünden weder Krankenhäuser noch Verkehrs- und Kommunikationssysteme zur Verfügung. Für die Umfrage hat das Forsa-Institut am 17. und 18. März etwa 1.000 Bundesbürger befragt.


2016-02-02 DIE WELT
Friedensbewegung fordert - Verbot von Atomwaffen in Büchel
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