2019: Naturfreunde. Protest gegen Atomwaffen in Büchel

Am Sonntag, 02.06.2019, haben die NaturFreunde Deutschlands mit einer Friedensaktion vor dem Atomwaffenstandort Büchel ihre Forderung nach einem sofortigen Abzug aller Atomwaffen aus Büchel und einem weltweiten Verbot von Atomwaffen deutlich aufgezeigt. FOTOS VON DIESER NATURFREUNDE-AKTION FINDEN SIE HINTER DIESEM LINK.
Ablauf:

  • Bis 11.00 Uhr Anreise nach Büchel
  • 10.00 bis 11.00 Uhr Gemeinsames Ankommen und Friedensfrühstück auf der Friedenswiese vor dem Haupttor
  • 11.00 Uhr Friedensmarsch zum Haupttor Fliegerhorst Büchel
  • bis 12.00 Uhr Auftaktveranstaltung mit Reden und Kultur (Kulturbeiträge u. a.: NF Wuppertal, NF Hochstadt, NF Berlin, Trommelaktion)
  • 12.00 bis 13.00 Uhr Friedens- und Kulturspaziergang am Atomwaffenstandort
  • 13.00 bis 14.00 Uhr Abschlusskundgebung mit Reden und Kultur
  • 14.00 bis 16.00 Uhr NaturFreunde reden und feiern. Anschließend Abreise

Für Essen und Getränke wird gesorgt. Die NaturFreunde Hochstadt haben uns wieder mit Pfälzer Köstlichkeiten versorgen.

Hintergrund: Im Fliegerhorst Büchel werden bis heute 20 US-amerikanische Atomwaffen gelagert, inklusive einer umfangreichen Infrastruktur für einen möglichen Einsatz. Die Luftwaffe der Bundeswehr wird in Büchel im Rahmen der sogenannten nuklearen Teilhabe der NATO für den Einsatz mit dieser Massenvernichtungswaffe ausgebildet. Als Trägersysteme für die Atomwaffen werden die Mehrzweckkampfflugzeuge eingesetzt, die speziell für diesen Zweck ständig modernisiert und erneuert werden. In Büchel ist das Jagdbombergeschwader 33 stationiert und mit insgesamt 36 Flugzeugen des Typs Tornado ausgerüstet. Im Rahmen der NATO-Strategie wird dieses Jagdbombergeschwader als sogenanntes „taktisches Luftwaffengeschwader“ eingesetzt. Die Soldat*innen werden dort sowohl für den konventionellen als auch für den nuklearen Einsatz ausgebildet. Weltweit gibt es fast 15 000 Atomsprengköpfe. Mehr als 90 Prozent dieser Atomwaffen befinden sich im Besitz der USA und Russlands. Nachdem Präsident Trump angekündigt hatte, den INF-Vertrag zu kündigen, hat Präsident Putin den gleichen Schritt vollzogen.
Die NaturFreunde stellen sich gegen diese Entwicklung und fordern eine weltweite Ächtung von Atomwaffen. Die NaturFreunde unterstützen die Aktion „20 Bomben – 20 Wochen“ und beteiligen sich daran mit einem NaturFreunde-Aktionstag. Sie fordern die sofortige Schließung des Atomwaffenstandortes Büchel sowie eine Zerstörung der dort gelagerten Atombomben. Die Bundesregierung muss die „nukleare Teilhabe“ beenden und die menschenverachtende Abschreckung durch Atomwaffen verweigern.
Die NaturFreunde fordern die Bundesregierung auf, die Lagerung von Atomwaffen auf dem Gebiet der Bundesrepublik zu untersagen, und erwarten von den Parteien im Deutschen Bundestag, dass sie ein Verbot der Herstellung und Lagerung von Atomwaffen im Grundgesetz festschreiben.
Die NaturFreunde fordern die Bundesregierung auf:
-    sich für einen sofortigen Stopp der nuklearen Aufrüstung einzusetzen und einen Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffen-Verbotsvertrag zu beschließen;
-    einen Abzug aller US-Atomwaffen aus Deutschland sofort zu verlangen und die USA aufzufordern, die Atomwaffen aus Büchel abzuziehen;
-    sich für die Erhaltung des INF-Vertrages einzusetzen und alle diplomatischen Möglichkeiten zu ergreifen, um zu einer neuen Entspannungspolitik zu kommen;
-    jegliche Lagerung oder Stationierung von atomaren Mittelstreckenwaffen in den Staaten Europas abzulehnen und sich für eine atomwaffenfreie Zone in Europa einzusetzen;
-    innerhalb der NATO ein Veto gegen jegliche Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in anderen NATO-Mitgliedsländern einzulegen.
Informationen. Kontakt: NaturFreunde Deutschlands, Uwe Hiksch, hiksch@naturfreunde.de

ZEITPLAN

  • Samstag, 22.7.2017 ab 14:00 Uhr  Ziviler Ungehorsam
  • Sonntag, 23.7.2017 großes Friedensfest mit Friedenswanderung, Kulturprogramm und Kinderfest
  • 10:00–12:00 Uhr Auftaktveranstaltung mit Reden und Kulturprogramm
  • 12:00–14:00 Uhr Friedenswanderung um den Atomwaffenstandort
  • 14:00–16:00 Uhr Abschlusskundgebung mit Reden und Kultur