Das Pazifik-Netzwerk blockiert am frühen Morgen des 15. Mai 2017 ein Tor des Atomwaffen-Stützpunktes Büchel

Pazifik-Netzwerk Frauen blockieren Atomwaffenstandort in der Eifel
Wir, drei Frauen vom Pazifik-Netzwerk, blockierten heute früh, am 15.Mai 2017, für zwei Stunden in Büchel ein Zufahrtstor des Atomwaffenstützpunkts, und zwar in Gedenken an die Atomtestüberlebenden im Pazifik. Wir erfüllen damit auch das Vermächtnis von Lijon Eknilang von den Marshall-Inseln. Sie bat uns „zu verhindern, dass die Leiden, die wir Marshallesen durchgemacht haben, sich in irgendeinem Staat der Welt wiederholen.“
Vor etwa 70 Jahren wurden in der Heimat von Lijon Eknilang 67 Atomtests durchgeführt. Die Bevölkerung wurde großflächig verstrahlt. Bis heute kämpfen sie um Anerkennung ihrer Leiden und Kompensierung.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung erscheint uns ein Engagement wichtig. Zwar hatte der Deutsche Bundestag am 26. März 2010 mit großer Mehrheit die Bundesregierung dazu aufgefordert, sich in der NATO und bei den USA für den Abzug der letzten Atomwaffen auf deutschen Boden einzusetzen. Doch passiert ist überhaupt nichts, im Gegenteil. An den Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot, die 2017 im UN-Hauptquartier in New York stattfinden, beteiligt sich die Bundesregierung (im Gegensatz zu 132 anderen Staaten) nicht. Und in Büchel in der Eifel wollen die USA mit den B61-12-Atombomben eine völlig neue Generation von Atomwaffen stationieren, die neben einer flexiblen Einstellung der Sprengkraft über eine digitale Lenkbarkeit ins Ziel verfügen. Damit sinkt die Hemmschwelle für einen Einsatz.
Wir fordern den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und ein Verbot von Atomwaffen weltweit.
Für weitere Informationen: www.buechel-atombombenfrei.de
Die Aktion fand im Rahmen der 20-wöchigen Aktionspräsenz der bundesweiten Kampagne Büchel ist überall- atomwaffenfrei.jetzt!
Kontakt: Ingrid Schilsky: 0175 3776319

 

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